„Nie zuvor war so viel Geld für Sportstätten da wie heute“

Andrea Milz (CDU), NRW-Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, war (per Video) zu Besuch bei Sportvereinen und der CDU-Landtagsabgeordneten Romina Plonsker

Staatssekretärin Andrea Milz (l.) und Romina Plonsker während der Videokonferenz Staatssekretärin Andrea Milz (l.) und Romina Plonsker während der Videokonferenz
 

Zum Schluss wurde es tagesaktuell hochpolitisch: „Ich habe gerade eine eilige Vorlage bekommen zur Olympiabewerbung Rhein-Ruhr für 2032,“ so Andrea Milz. Da hatten die Nachrichtenagenturen Stunden zuvor gemeldet, dass das Olympische Komitee IOC das australische Brisbane als Austragungsort der Olympischen Spiele 2032 favorisiere. Zu Besuch bei der für Bedburg, Bergheim, Elsdorf, Frechen und Pulheim zuständigen CDU-Landtagsabgeordneten Romina Plonsker war die nordrhein-westfälische Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz (CDU). Per Video waren über 20 Vertreter von Sportvereinen zugeschaltet. Milz und Plonsker dankten ihnen für ihr großes ehrenamtliches Engagement.
 
Gleichzeitig rief die Staatsekretärin die Vereine auf, die vielfältigen Förderprogramme des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen (z.B. „Moderne Sportstätten 2022“, „1000 x 1000“ und „Sportplatz Kommune“) und der Kommunen im Rahmen der Landespauschalen des Gemeindefinanzierungsgesetzes zu nutzen. „Nie zuvor war so viel Geld für Sportstätten da wie heute“, sagte sie. Neben diesen Förderprogrammen erhalte der Landessportbund jedes Jahr 42 Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen. Ab  2021 gibt es noch einmal jedes Jahr über 4 Millionen Euro „on top“. Milz: „Diese 4 Millionen sind Geld, über das der LSB frei verfügen kann. Es gibt keine Vorgabe von uns, wofür es ausgegeben werden kann.“
 
Die Staatssekretärin wies auf die Notwendigkeit hin, die Ehrenamtler mit möglichst wenig Bürokratie zu belasten. Gleichzeitig hob sie aber auch hervor, dass es sich bei allem Geld, mit dem das Land das ehrenamtliche Engagement unterstütze, um Steuergelder handele. „Da sind wir es den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern gegenüber, und das sind auch Sie, schuldig, dass mit dem Geld nachweislich verantwortlich und dem Zweck entsprechend umgegangen wird.“
 
Andrea Milz informierte über die am 02.02.2021 vom Landeskabinett beschlossene Engagementstrategie für das Land Nordrhein-Westfalen. Damit einher gehe die Einrichtung einer „Landesservicestelle für bürgerschaftliches Engagement“, mit welcher das Land eine zentrale Anlauf- und Informationsstelle zu Fragen rund um das Thema Ehrenamt schaffen werde. Zum breiten Angebot dieser Einrichtung werden u.a. sprachlich aufgearbeitete und an individuelle Bedarfe angepasste Informationen zu bestehenden Förderprogrammen gehören. Engagierte könnten sich dort künftig über Förderprogramme der Europäischen Union, des Bundes, des Landes sowie von Stiftungen informieren. „Darüber hinaus werden Engagierte kompetent beraten, welche Förderprogramme für sie in Frage kommen, wie Gelder beantragt werden können und welche Voraussetzungen dafür vorliegen müssen. Auch sollen sie sich zukünftig an die Servicestelle wenden können, wenn sie sich zum Thema Steuer-, Vereins-, Haftungs- und Versicherungsrecht oder etwa über datenschutzrechtliche Fragen informieren wollen.“
 
Die Staatskanzlei arbeite an einer Besetzung der Stellen (ca. Sommer 2021) und werde sicherstellen, dass die Servicestelle dann ihre Arbeit aufnehmen kann, so die Staatssekretärin. Dabei sei vorgesehen, dass die Stellen gleichmäßig auf das Land verteilt werden, damit eine Möglichkeit zur ortsnahen Beratung gegeben ist.
 
Milz und Plonsker betonten den hohen Wert des ehrenamtlichen Engagements für die Gesellschaft. Das müsse anerkannt und gewürdigt werden, sagten sie. So gebe es zum Beispiel die Ehrenamtskarte, die die Städte Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim bereits aufgelegt haben und die mittlerweile in ganz NRW gelte. Romina Plonsker verwies darüber hinaus auf den aktuellen Antrag der Regierungsfraktionen von CDU und FDP im Düsseldorfer Landtag zur steuerlichen Unterstützung von gemeinnützigen Vereinen und deren Mitgliedern. Plonsker: „Das ist ein weiterer Schritt zur Entlastung von Vereinen und Ehrenamtlern, deren Vereinsleben und Aktivitäten gerade in der Pandemie deutlich eingeschränkt sind.“
 
Zudem wurde auf Bundesebene – auf Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen – eine Erhöhung des Steuer-Freibetrags für Übungsleiter und Ehrenamtler beschlossen. Rückwirkend zum 01.01.2021 steigt die Übungsleiter-Pauschale von 2.400 auf 3.000 Euro und die Ehrenamtspauschale von 720 auf 840 Euro.

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